Donnerstag, 26. April 2012

Pisst doch alle ins Schwimmbecken! - zur Urheberrechtsdebatte

Ein Einzelhändler, nennen wir ihn Joe, hat einen kleinen Gemischtwarenladen. Der Laden läuft nicht gut, er hat so gut wie keine Kunden, er bleibt auf seinen Waren sitzen. Was passiert? Joe macht den Laden dicht. Das ist das Prinzip von Angebot und Nachfrage: wenn keine Nachfrage nach einem Angebot besteht, wird dieses Angebot über kurz oder lang zurückgezogen. Ein alter Hut. Joes Kumpel, nennen wir ihn Jack, hat ebenfalls einen Gemischtwarenladen. Im Gegensatz zu Joe hat er einen großen Kundenstamm, die Leute mögen seinen Laden und seine Waren, sie kommen häufig, sie erzählen ihren Freunden davon. Trotzdem kann Jack sich kaum über Wasser halten, denn die meisten seiner begeisterten Kunden klauen. Sie kommen jeden Tag, sie erzählen ihm, wie unglaublich geil sein Angebot sei und schmuggeln die Einkaufsartikel unterm Mantel raus. Und wundern sich, als Jack seinen Laden eines Tages auch dicht macht, weil er keine Gewinne mehr erzielt.
Was jedem normalen Menschen einleuchtet, ist heutzutage ein Diskussionsthema. Dem beachtlichen Wahlerfolg der Piratenpartei ist es zu verdanken, dass man allen Ernstes darüber debattiert, ob Jack die Leute nicht einfach klauen lassen sollte, wenn sie doch wollen, und dass es doch nicht sein könne, dass jeder, der halt mal was mitgehen lässt, kriminalisiert würde, usw.
Klar, ich seh jetzt schon, wie einige die Augen verdrehen. „Wie kann er denn illegale Downloads mit Ladendiebstahl gleichsetzen, wenn man Mucke lädt ‚fehlt‘ schließlich keine CD, folglich gibt es also auch keinen Schaden! Und außerdem, wer sagt denn, dass jeder, der die Musik lädt, sich die CD auch kaufen würde? Keiner! Überhaupt, Musik sollte man aus Liebe machen, und nicht wegen der Kohle! Und außerdem, ein Raubkopierer kriegt zehn Jahre Haft und ein Kinderficker nur Bewährung, ist das etwa gerecht?“
Gestattet, dass auch ich nun die Augen verdrehe. Denn so sehr auch ich härtere Strafen für Kinderficker befürworte, so sehr gehen all diese Argumente am Problem vorbei. Aber der Reihe nach.
Ja, auch ich bin für ein freies Internet. Auch ich nutze oft und gerne Wikipedia, auch ich halte es für überzogen, eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht zu bekommen, wenn man z.B. ein Gedicht von Gottfried Benn zitiert – darüber muss man nicht diskutieren. Dass jemand sich mal eine CD von einem Kumpel brennen lässt, dass jemand seine Lieblingstracks auf Youtube lädt, das ist an sich alles okay. Es ist auch nichts Neues, im Verkaufspreis für CD-Rohlinge sind Raubkopien mit einkalkuliert, ebenso wie früher bei Kassetten (jaja, diese altmodischen, unhandlichen eckigen Teile). Seit Kunst kopiert werden kann, wird sie kopiert.
Und natürlich ist das freie Internet gerade für Independent-Künstler ein Glücksfall; im Grunde kann jeder, losgelöst von den bürokratischen Strukturen eines Majorlabels, seine Musik promoten. Als Independent-Künstler sage ich „Danke, Internet!“, und das aus voller Kehle und mit ganzem Herzen. Auch ich nutze Youtube, um meine Musikvideos einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und bin heilfroh, dass ich nicht mehr, wie in den 90ern, Demos an irgendwelche Musikzeitschriften oder Labels schicken muss, in der Hoffnung, dass die offen für den etwas eigenen Stil sind, den ich habe. Dank des Internets konnte Hirntot Records seine Musik einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen, mit Freetracks und Musikvideos werden CDs promotet, und das alles ist in erster Linie cool.
Worüber also reden wir dann? Über sowas:
„Yo Schwartz, ich feier deine Musik, ich bin dein allergrößter Fan! Ich hab mir all deine Alben runtergeladen und jedes davon ist top!“
Solche Zuschriften sind leider mehr die Regel, als die Ausnahme. Aber auch wenn sie mir, abhängig von meiner Laune, entweder bloß ein fassungsloses Kopfschütteln oder aber eine ausführliche Antwort mit einer Menge eher weniger freundlicher Bezeichnungen die Erzeugerin des Empfängers betreffend, abnötigen, sie dienen immerhin als gutes Beispiel für diese aktuelle Debatte, denn sie attackieren den Kern.
Erstens, der Typ weiß gar nicht, dass das, was er tut, illegal ist, er hat keinerlei Schuldbewusstsein. Und zweitens, der Typ bezeichnet sich als Fan, feiert also was ich tue, aber kommt nicht einmal auf die Idee, dies in irgendeiner Weise zu unterstützen. Know what I’m sayin‘?
Um es vorwegzunehmen, auch ich habe keine Universallösung auf Lager. Ich lese derzeit eine Menge Artikel über Urheberrecht und Filesharing , und diese lassen sich grob in zwei Lager teilen. Für die einen ist Filesharing ein stinknormales Phänomen der Internetnutzung, und das habe man zu akzeptieren, und es bringe ja auch nichts, jeden einzelnen Downloader zu kriminalisieren. Auf der anderen Seite sind es in der Regel die Kreativen, also Künstler selbst, Angestellte von Plattenfirmen und Filmfabriken oder auch mal der ein oder andere Journalist, dem langsam dämmert, was für Folgen ein ausgehebeltes Urheberrecht auch für ihn haben könnte, die entweder ans Gewissen der Leute appellieren oder eine Kontrolle des Internets fordern, durch die Bank jedenfalls darauf beharren, für ihre geistige Leistung auch entsprechend entlohnt zu werden.
Als Internetnutzer wie auch als Künstler fühle ich mich auf der Seite der Letztgenannten – auch wenn es hier ebenfalls Fanatiker und Kuriosa gibt, wie z.B. den offenen Brief der „Tatort“-Drehbuchautoren (wir erinnere uns: „Tatort“ läuft auf ARD, welche sich wiederrum über die berüchtigten GEZ-Gebühren finanziert, die jeder, der ein Fernsehgerät besitzt, entrichten muss, ob er nun ARD schaut oder nicht). Das liegt nicht daran, dass ich mehr Künstler als Internetnutzer bin, sondern weil mich die Argumente der „Akzeptiert es einfach, sie downloaden eh“-Fraktion auch als Privatperson nicht überzeugen.
Das gängige Beispiel, was auch gerne die Piratenpartei-Leute anbringen, nämlich dass man illegales Filesharing legalisieren solle, weil es ja eh jeder täte, ist zugleich das dämlichste. Mit der gleichen Begründung kann man Pinkeln-ins-Schwimmbecken im Freibad, jedes Tempolimit im Straßenverkehr oder Koks entkriminalisieren. Natürlich: es gibt in der Gesellschaft eine gewisse Toleranz, was die Gesetzesausübung angeht. Nicht jeder, der mit 20km/h mehr durch die Fußgängerzone fährt, soll sofort ‘nen Punkt ins Flensburg bekommen, und nicht jeder, der im vollen Freibad klammheimlich ins Becken strullt, muss Hausverbot bekommen (es sei denn, er verrichtet sein Geschäftchen gut sichtbar vom Drei-Meter-Brett aus), und was Koks angeht, nun ja, schaut euch halt die Generation der 20- bis 30-jährigen an. Dennoch sind diese Gesetze sinnvoll, denn wenn auf einmal jeder (und, haha, am besten zeitgleich) ins Schwimmbecken pisst, im Affenzahn durch die Straßen brettert oder sich halt die Nasenscheidewand wegsnifft, und niemand in irgendeiner Weise eingreifen würde, dann hätten wir Anarchie (und mir kann keiner sagen, dass er das ernsthaft will).
Auch diese Sprüche, dass Kunst und Kultur frei zugänglich sein müsse, weil das ja im Grundgesetz stünde, ist, freundlich ausgedrückt, Schwachsinn, denn „frei“ meint natürlich nicht „gratis“, sondern „uneingeschränkt“ (zumindest zeigt es, wes Geistes Kind die Befürworter sind, „Freibier“ und so, wa).
Ich könnte noch eine Menge Beispiele bringen, aber ich werde mich bloß auf diesen Piraten-Gemeinplatz beschränken, dass die Künstler ja Geld verdienen dürften, aber die „Verwerter“, also die Verleger, Labelchefs, Filmproduktionsfirmen etc., halt nicht mehr so viel. Dieses Argument zeugt in all seiner Ungenauigkeit von dem schmerzhaft niedrigen Niveau, auf dem diese Debatte geführt wird. Es zeugt nicht nur von kunsthistorischer Unkenntnis, es zeugt zudem von einem Desinteresse an wirtschaftlichen Zusammenhängen, so dass man am Ende doch immer wie zu dem Punkt kommt, dass es sich bei der Piratenpartei um ein paar Freaks handelt, die sich halt ungestört Filme, Musik und anderen, äh, „Content“ runterladen wollen. Die Kunstverwertung (ein hässliches Wort, das mit Absicht wegen seiner Hässlichkeit gewählt wurde) ist so alt wie die Kunst selbst, und jede Disziplin hatte neben den Künstlern eben die Mäzen, Sponsoren und Vermarkter, die das ganze Zeug unter die Leute bringen. Der bildende Künstler hat den Galeristen, der Schriftsteller den Verleger, der Musiker den Produzenten und CEO, der Spieleentwickler den Distributor, der Regisseur die Produktionsfirma. Und auch wenn dank des Internets die Strukturen nicht mehr so festgefahren sind, so zeigt sich besonders dann, wenn man sich das iTunes- oder auch Youtube-Konzept ansieht, dass es so völlig ohne zwischengeschaltete Instanz eben nicht geht – auch nicht im Independentbereich.
Ab einer gewissen Größenordnung, in der Regel, sobald es über die bloße Hobbytätigkeit hinausgeht, sind nicht nur die Herstellung , sondern auch der Vertrieb und die Vermarktung von Kunst mit hohen Investitionskosten verbunden – alles Aufgaben, wo jeder Künstler froh ist, wenn er Leute hat, die ihm diesen Job abnehmen. Oder glaubt jemand, Lady Gaga drehe ihre Musikvideos mit ihrer eigenen iPhone-Kamera? Oder wäre ein Film wie „Fluch der Karibik“ ohne den entsprechenden personellen und finanziellen Background denkbar?
Nein, ich will nun nicht alle Argumente aufzählen, die dafür sprechen, Kunst, die man konsumiert und einem gefällt, auch entsprechend zu entlohnen, keine Sorge. Ich will auch nicht moralisieren, oder mich zum hundertsten Mal über die Piratenpartei aufregen. Die oben zitierte Zuschrift, von dem Downloader, der sich als Fan bezeichnet, ist der aktuelle Stand der Dinge, und der ist weit über die aktuelle Debatte voraus.
Was entsteht da für eine Gesellschaft, in der man gar nicht auf die Idee kommt, Kunst, die man genießt, zu entlohnen? Ist das die Gesellschaft, von der Saschas Lobo in seiner Spiegel-Online-Kolumne sprach, eine Gesellschaft, die ihre Künstler letzten Endes nur als verachtenswerte Hampelmänner sieht? Wenn sich irgendwann mit der Kunst, die man macht, kein Geld mehr verdienen lässt, macht man sie entweder nur noch nebenher oder gar nicht mehr. Wird also Kunst zukünftig nur noch ein Abfallprodukt der Freizeit von ansonsten anderweitig beschäftigen Menschen sein? Wenn Ideen, und mehr noch: in eine bestimmte Form gebrachte Ideen, durch ein nichtexistentes Urheberrecht Allgemeingut werden, wieviele Menschen werden dann noch Lust verspüren, Zeit und Energie in die Entwicklung von Ideen zu stecken? Ansätze dieser um sich greifenden Denkweise finden sich, außer im laxen Schöngerede und Herabgespiele von illegalem Filesharing, zum Beispiel auch im Umgang der breiten Öffentlichkeit mit Ex-Verteidigungsminister Guttenberg. Mit „Ach, der hat halt ein bißchen abgeschrieben“ wurde sein Verstoß gegen das Urheberrecht entschuldigt. Okay, das waren in erster Linie nur „Bild“-Zeitungsleser, aber hey, das ist Deutschlands auflagenstärkste Zeitung.
Naja, nun. Ich habe bereits gesagt, ich habe nicht die Universallösung. Die hat die Piratenpartei übrigens auch nicht, aber die haben immerhin Forderungen (über die Umsetzung denkt man dann halt später nach, bzw. gar nicht mehr). Am Ende hilft vermutlich nur die anthropologische Perspektive. Der Mensch interessiert sich für die Folgen seines Handelns nur bedingt, sofern es seinen Lebensstandard nicht unmittelbar betrifft. Solange das Auto fährt, ist es egal wo das Öl herkommt, und wieviel Löcher die Karre noch in die Ozonschicht bläst. Der Mensch sägt nunmal am Ast, auf dem er sitzt. Warum sollte es beim Filesharing anders sein?
Ih, das wäre jetzt aber ein nihilistisches Ende für diesen Text (den es übrigens für 0 Euro im Internet gibt, aber deshalb, weil ich es so will). Schlagen wir also den Bogen, zu Joe und Jack, den beiden erfolglosen Einzelhändlern vom Anfang.
Die haben inzwischen umgeschult auf Straßenmusiker, klampfen alte Evergreens in der Fußgängerzone, und hoffen, dass die Leute nicht nur zum Zuhören stehenbleiben, sondern ab und an mal einen Euro in den Hut werfen.
(Das war jetzt nicht weniger nihilistisch, aber fuck it.)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sau gut und informativ verfasst, gefällt mir Schwartz!
ht<3

Anonym hat gesagt…

Super Schwartz, genau meine Meinung, weiter so !

Anonym hat gesagt…

Ziemlich gut

gefällt mir echt

Anonym hat gesagt…

Der Vergleich zwischen dem Gemischtwarenladen und einem Musiker hinkt aber sehr. Eben nicht nur, daß der Händler seine Ware (da physisch existent und nicht nur "virtuell") nur einmal verkaufen oder sich eben klauen lassen kann.

Sondern viel grundlegender, da die angesprochenen Musiker eben nicht derjenige sind, der eine Ware vertreibt, sondern zusätzlich Hersteller als auch einziger Anbieter sind. Das wirkt sich z.b. insofern aus, als daß ein Musiker die Option hat, andere Einkommensquellen, die auf seinem Produkt basieren, zu erschließen.

Es gibt schließlich kein Gemischtwarenladen-Äquivalent zu dem Verkauf von Merchandise Artikeln. Oder, noch viel simpler, dem Veranstalten eines Konzerts. Und gerade letztgenannte Möglichkeiten sind dann wieder welche, in denen sich die Frage bzgl. "Urheberrecht" u.ä. gar nicht mehr (bzw. kaum) stellt: die meisten Leuten bezahlen für das Shirt und die meisten Leute bezahlen auch den Eintritt zu den Auftritten.

Wenn man die allgemeine Panikmache, die insbesondere die Verwerter (übrigens auffallend öfter als die tatsächlichen Produzenten. sollte einem auch zu denken geben) betreiben, zugrunde legt, dürfte es bspw. schon längst keine Bücher oder Zeitschriften mehr geben, da man diese bereits seit Jahren relativ einfach kopieren kann.

Zuguterletzt: das Argument bzgl. Staffälligkeit ist mehr als schwach. Um genau zu sein ist es genau diese Art von Vorgang die im Regelfall (Ausnahmen wie z.b. das Bestehen des Cannabisverbots bestätigen die Regel) dafür sorgt, daß sich Gesetze ändern. Das hiesige Sexualstrafrecht wäre z.b. kaum Ende der 60er/Anfang der 70er geändert werden, wenn nicht bereits Heerscharen an jungen Menschen massiv dagegen verstoßen hätten. Ist ja auch nur logisch: damit ein Rechtsstaat glaubwürdig bleibt, muß er eine für einen Großteil der Bevölkerung plausible Gesetzgebung haben.

Anonym hat gesagt…

sehr sehr guter text der die aktuelle situation und das verständnis der meisen leute auf den punkt bringt! vielleicht sollte man darüber nachdenken dieses hübsche schriftstück einmal den "piraten"(oder "idioten") zukommen zu lassen!

ODEM hat gesagt…

Mal kurz nachrechnen, mal angenommen jeder Künstler bekommt pro verkaufter CD 10€ ( was extrem hoch gegriffen ist). das sind bei 1000 CDs die er verkauft 10000€ (peanuts) NUn denken wir mal die "geile" piratenpartei findet ein model wo man pro youtube aufruf 10cent bekommt (evtl. auch ein wenig zu hoch gegriffen)
dann hätte man schon mit nur 100.000 klicks locker sein cd verkauf wieder drinn. Aber sowas geht ja nach herr schwartz meinung ja nicht man muss ja ewig an dem alten modell festhalten um sich blos nicht verändern zu müssen.

Ich wage mir garnicht vorzustellen wie die wasser abfüllende industrie aufgeschrien haben muss, als mal der wasserhan in jedem haushalt angedacht war.

Oder die Firma Dixi sagt .."Toiletten in jedem haushalt, das geht so nicht" da verlieren wir zig milliarden im jahr und das würde unser geschäftsmodell kaputt machen.

Kommt mal ein wenig runter und passt euch dem 21 jahundert an

F.O.S

ODEM

Kontext hat gesagt…

Lieber ODEM, lieber Herr Schwartz (Herr Brinkmann),
würde sich die Piraten-Partei so ein Konzept ausdenken (wenn sie denn an der Macht sind) und würden es durch irgendwelche Gesetzte so hindeichseln, das man wirklich 1-10 Cent pro Youtube Klick als Künstler bekommen würde, ist natürliche eine (fast geniale) Lösung. Leider ist nach meiner Meinung dieses Konzept aus der Luft gegriffen. Wer muss den diese Ganzen Klicks bezahlen? Natürlich würden diese Kosten auf den Nutzer zurückfallen. Jedoch, bei einem dann gebührenpflichtigem Youtube zum Anschauen von u.A. Musikvideos, würde das ganze YouTube Konzept ausgehebelt werden und so Youtube viele seiner User verlieren. Youtube ist berühmt, weil es kostenlos ist. Wenn diese Vormachtstellung genommen wird, wird die Zahl der User, wie gesagt, sinken und so die Einnahmen der Künstler. Falls ich da falsch liege, bitte berichtigen sie mich.
Und nun zu Schwartz: Ich bin der gleichen Ansicht. Das Beispiel mit Fluch der Karibik ist genau passend. Wenn alle den Film „saugen“ würden, wie soll dann die Produktion bezahlt werden. Wie gesagt, ich stimmt ihnen im Ganzen zu, vor allem finde ich die Assoziation mit dem „Pinkeln ins Schwimmbecken“ ziemlich treffen. Jedoch möchte ich noch einen kleinen Gedanken hinzufügen: Solange das downloaden von „Content“ unter noch minderjährigen geschieht, verständlich wegen ungenügenden Taschengeld usw. (noch eine Debattier Möglichkeit); jedoch wenn selbst schon arbeitende Bevölkerung in Massen auf Streaming Webseiten gehen, ist das unverschämt. Meiner Meinung ist das Herunterladen von Medien unter 18 eine Straftat, jedoch noch zu verschmerzen (wobei hier nicht jeder wieder als „der Straftäter überhaupt“ abgestempelt werden muss). Bei Herunterladen von Medien über 18 habe ich keine Einwände dagegen diese Leute als „Täter“ zu bezeichnen. Hier könnte man auch wieder über die Bestrafung von, Zitat: „Kinderficker“ und Filesharerer streiten, jedoch bin ich da der gleichen Meinung wie sie.
Danke, falls sie mein Kommentar lesen.

Anonym hat gesagt…

Warum muss Musik gratis heruntergeladen werden, warum muss darüber diskutiert werden, ob das herunterladen von Musik illegal ist oder nicht ?
Abgesehen von der Rechtslage, gibt es doch auch moralische Aspekte, mit deren Abwägung jeder halbwegs intellegente Mensch zur selben Auffassung wie Schwartz gelangen würde.
Wenn jemand keine CD in der Hand halten möchte, dann kann er sich diese doch bei saturn.de oder I tunes als MP3 download kaufen!!!! Die Möglichkeiten dazu sind längst vorhanden.